Welche Ursache hat Haarausfall ?

Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig – von genetischer Veranlagung über Hormonstörungen bis hin zu Nährstoffmängeln. Jeder Mensch verliert pro Tag bis zu 100 Haare, was völlig normal ist. Wird diese Anzahl jedoch überschritten, kann sich der Haarverlust sowohl zu einem kosmetischen als auch zu einem massiven psychischen Problem entwickeln – denn das Erscheinungsbild verändert sich, und für viele Menschen ist die Kopfbehaarung eng mit dem Selbstbild und der Lebensqualität verknüpft.

Aktuelle Zahlen zeigen, wie verbreitet das Thema ist: Mehr als 80 % der Männer und mehr als 25 % der Frauen sind im Laufe ihres Lebens von Haarausfall betroffen.

 

Haarausfall – Ursachen im Überblick

Da die Ursachen des Haarverlustes vielfältig sind, steht vor jeder Therapie zunächst eine fundierte Diagnose. Zumeist kann der Arzt schon über das Erscheinungsbild des Haarausfalls eine Aussage über die mögliche Ursache treffen. Zur endgültigen Abklärung kann es jedoch erforderlich sein, eine Gewebe- oder Blutuntersuchung durchführen zu lassen.
Frau untersucht Haarausfall an Schläfen im Spiegel – Androgenetische Alopezie – Labor Kaiserslautern

Haarausfall an Schläfen und Vorderkopf
(Androgenetische Alopezie)

  • meist genetisch bedingt
  • Häufigste Form des Haarausfalls bei Männern und Frauen

kreisrunder Haarausfall
(Alopecia Areata)

  • Entzündungsreaktion, häufig mit autoimmunologischer Komponente
  • Schockerlebnisse oder chronischer Stress als Auslöser
Frau kämmt Haare und bemerkt diffusen Haarausfall – Telogen-Effluvium – Labor Kaiserslautern

diffuser Haarausfall
(Telogen-Effluvium)

  • Hormonschwankungen
  • Eisenmangel
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Chemotherapie oder bestimmte Medikamente
  • Vergiftungen (z. B. durch Schwermetalle wie Thallium)
  • Ernährungsstörungen (z. B. Bulimie, Magersucht)

DIAGNOSE

Sowohl der anlagebedingte als auch der kreisrunde Haarverlust können allein über das Erscheinungsbild diagnostiziert werden. Ergänzend stehen moderne Methoden wie Trichogramm und Trichoscan zur Verfügung, die eine nicht-invasive Beurteilung von Haardichte und -struktur ermöglichen.

Beim diffusen Haarausfall wird zwischen hormonell bedingten und nicht-hormonellen Ursachen unterschieden.

Zu den nicht-hormonellen Auslösern zählen vor allem Eisenmangel, Nährstoffmängel, Medikamentennebenwirkungen, Vergiftungen oder Erkrankungen der Kopfhaut.

Der hormonell bedingte Haarausfall entsteht häufig nach Schwangerschaften durch Verschiebungen im Hormonhaushalt oder bei Schilddrüsenerkrankungen.

Folgende Blutanalysen können Ihrem Arzt beim hormonell bedingten Haarausfall helfen:

Wichtig ist hierbei eine frühzeitige Erkennung der jeweiligen Ursache.

  • Gesamt-Testosteron
  • Androstendion
  • DHEAS
  • SHBG
  • Dihydrotestosteron (Hormonstörung)̧
  • Ferritin (Eisenmangel)
  • TSH (Schilddrüsenhormon)
  • Östrogen (weibliches Hormon)
  • Vitamin D (25-OH)
  • Vitamin B12
  • Zink

Durch Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts, Ausgleich von Nährstoffmängeln oder gezielte Behandlung der Schilddrüse lässt sich diffuser Haarausfall häufig wirksam behandeln.

❗ Da Haare nur sehr langsam nachwachsen, kann ein sichtbarer Erfolg allerdings erst 8–12 Wochen später nachgewiesen werden. ❗

Haarausfall gezielt abklären lassen

Die relevanten Blutwerte können Sie bequem über unseren PartnerPrevent Logodirekt in unserem Labor untersuchen lassen.

Informieren Sie sich hier über das Vorgehen.


Autor*in: J. Heidinger geprüft durch: Dr. med. M. Klein aktualisiert am: 12.05.2026